FREIE WÄHLER: Alternativen zu Tierversuchen stärken – Biotechnologie fördern

Berlin. Unter der Leitung des FREIE WÄHLER Europaabgeordneten Engin Eroglu und dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden Gregor Voht (Schleswig-Holstein) besuchte eine Delegation der FREIE WÄHLER Berlin das Biotechnologie Unternehmen TissUse GmbH in Berlin. Das Unternehmen, welches 2010 als Ausgründung aus der Technischen Universität Berlin hervorgegangen ist, setzt sich u.a. mit Alternativen zu Tierversuchen in der Medizin auseinander.

v.l.n.r. Gregor Voht, FREIE WÄHLER stellvertretender Bundesvorsitzender, Engin Eroglu, Europaabgeordneter FREIE WÄHLER, Dr. Reyk Horland, Vice President Business Development TissUse GmbH, Alexandra Lorenz, Head of Tissue Analytics and Cell Banking Quality Manager TissUse GmbH, Tobias Bauer, Landesvorsitzender FREIE WÄHLER Berlin

Berlin. Unter der Leitung des FREIE WÄHLER Europaabgeordneten Engin Eroglu und dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden Gregor Voht  (Schleswig-Holstein) besuchte eine Delegation der FREIE WÄHLER Berlin das Biotechnologie Unternehmen TissUse GmbH in Berlin. Das Unternehmen, welches 2010 als Ausgründung aus der Technischen Universität Berlin hervorgegangen ist, setzt sich u.a. mit Alternativen zu Tierversuchen in der Medizin auseinander.

Der FREIE WÄHLER Europaabgeordneten Engin Eroglu wünscht sich eine breitere Förderung dieser innovativen Unternehmen aus dem Biotechnologiesektor: „Mit der von TissUse entwickelten 'Multi-Organ-Chip'-Plattform können gefahrlos Wirkstoff am menschlichen Gewebe getestet werden. Die Ergebnisse sind aussagekräftiger als Tierversuche und schonen somit Mensch und Tier gleichermaßen. Möglich wurde diese Forschung auch durch eine staatliche Anfangsfinanzierung. Hier muss Deutschland unbedingt nachlegen, wenn die Biotechnologiebranche in unserem Land mehr als nur universitätsnahe Grundlagenforschung betreiben soll. Die privaten Risikokapitalgeber in Deutschland müssen zielgerichtet von staatlicher Seite aus unterstützt werden. Hierzu reicht das aktuelle Fördervolumen von knapp 400 Millionen Euro nicht aus, wenn wir weiter international konkurrenzfähig bleiben wollen.“

Auch auf europäischer Ebene muss stärker in Zukunftstechnologien investiert werden. Von den 3 Milliarden Euro in Europa sind allein 800 Millionen in Großbritannien investiert worden, welches die EU auf absehbare Zeit verlassen wird.

Gregor Voht, stellvertretender Bundesvorsitzender, hebt besonders die Bedeutungen dieser Unternehmen beim Zugang zu innovativen Therapien hervor: „Die von TissUse entwickelten Chips stellen einen riesigen Schritt auf dem Weg zur individuellen Medizin dar. Die Wirksamkeit von medikamentösen Therapien kann somit kostengünstig für jeden einzelnen Patienten ermittelt werden. Auch im Hinblick auf die aktuelle Frage der geschlechterspezifischen Wirksamkeit einzelner Therapien lässt sich so eine Antwort finden. Dieser große persönliche Nutzen für alle Patientinnen und Patienten kann jedoch nur durch eine verlässliche Finanzierung der aufwendigen Forschungen garantiert werden.“

Aus diesem Grund muss in Europa der Schlüsselbereiche Biotechnologie im Hinblick auf eine innovative europäische Industrie stärker gefördert werden. „Ich freue mich daher die Firma TissUse im Rahmen der Konferenz ‚Strategies for innovation in life sciences‘ am 3. Dezember im Europäischen Parlament begrüßen zu dürfen. Nur durch einen kontinuierlichen Austausch auf europäischer Ebene können wir die Spitzenforschung in allen Ländern der EU konkurrenzfähig halten“, so Eroglu weiter.